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Entspannungstechniken gegen Kopfschmerzen

Einleitung

Immer mehr belastende Faktoren haben Einfluss auf unser tägliches Leben. Die Zeit, die wir uns für eine adäquate Entspannung nehmen reicht selten aus, dem Körper und der Seele (ganzheitlich) die Erholung zu kommen zu lassen, die notwendig wäre. Der dringende Wunsch schnell in einen entspannten Zugang zu gelangen nimmt somit zu. Im asiatischen Raum haben Entspannungsübungen schon seit vielen Jahrhunderten einen hohen Stellenwert. Dort war schon immer der ganzheitliche Zusammenhang zwischen Körper und Geist von Bedeutung bekannt.

Stress ist ein wesentlicher Auslöser für zahlreiche Krankheiten. Schon seit geraumer Zeit bewilligen die Krankenkassen daher einen Kostenzuschuss für Kurse bestimmter Entspannungstechniken.

Entspannung regelt die seelische und körperliche Balance. Innere Ruhe und Ausgeglichenheit haben ihre Wechselwirkungen in verschiedenen Bereichen. Sie laufen auf folgenden Ebenen ab:

  • emotional
  • kognitiv
  • vegetative
  • muskulär

Emotional / kognitiv

Kognitiv bezeichnet alle Vorgänge die mit Lernen, Wahrnehmen, Erinnern, Einstellungen und Bewerten zu tun haben.

Wie der Körper reagiert hängt davon ab, wie nach gefühlsbetonten Erlebnissen emotional bewertet wird. Primär ist dies erst einmal ein unbewusster Vorgang. Durch bewusste Wahrnehmung und Training können diese Vorgänge jedoch umprogrammiert werden.

Vegetativ

Das Nervensystemarbeitet recht komplex und wird in zentrales/peripheres Nervensystem und in das vegetative Nervensystem (VNS) unterteilt. Das VNS wird im wesentlichen vom Sympatikus (Tagesnerv) und dem Parasympatikus (Nacht-/Ruhenerv) gesteuert. Der Sympatikus hält den Körper während der aktiven Phase (tagsüber) in Anspannung. Das ist zum erbringen von Leistung und Belastung Voraussetzung. Damit dies funktioniert werden sogenannte Stresshormone freigesetzt.

Auch tagsüber braucht der Körper in Abständen immer wieder mal eine Ruhepause. Allein die Nacht würde dafür nicht genügen. In dieser Pause tritt der Parasympatikus in den Vordergrund. Der Sympatikus reduziert die Freisetzung der Stresshormone. Nun kann der Parasympatikus seinerseits den Körper in einen entspannten Zustand bringen.

Muskulär

Psychischer Stress aktiviert muskuläre Anspannung. Wird die Anspannung nicht in einem bestimmten Zeitraum aufgelöst, führt dies zur muskulären Verspannung. Hochgezogener Schulter- und Nackenbereich, verspannte Kiefermuskulatur durch unbewusstes „Zähne zusammen beißen“ und „verbissene“ Gesichtsmuskulatur sind klassische Merkmale von Dauerbelastung. Einmal in diesem Zustand, wird es schwierig die Muskulatur nachhaltig zu lösen. Häufig wird allerdings die Stärke der Anspannung nicht wahrgenommen. Erst wenn durch anhaltende Verspannungen sogenannte muskuläre Dysbalancen und die dadurch bedingten Schmerzen auftreten, wird dieser Zustand bemerkt.

Alle Entspannungstechniken setzen genau in diesen Bereichen an. Mit welcher Methode man am wirkungsvollsten das erwünschte Ziel erreicht, muss der Einzelne für sich selbst herausbekommen. Bei allen müssen die Abläufe eingeübt werden. Am effektivsten ist es, dies in einem geführten Kurs zu erlernen.

Hier eine kurze Beschreibung der gängigsten Techniken. Bei welchen die jeweiligen Krankenkassen einen Zuschuss gewährleisten, kann bei den Kassen selbst erfragt werden.